Sonderausstellung:

Greiz, Unteres Schloss - Museum - Fr. 6. Dezember 2019

Sonderausstellung: "Spielspass - 90 Jahre Spielzeugsammlung" (bis 15.3.20)

Weihnachtsausstellung zum 90. Geburtstag des Erfinders der PLAYMOBIL-Figuren Hans Beck (1929-2009) aus Greiz und der Museen der Schloss- und Residenzstadt Greiz

1929 erblickte Hans Beck, der Erfinder der allseits bekannten und beliebten PLAYMOBIL-Figuren, in Greiz das Licht der Welt und das Reußische Heimatmuseum Greiz wurde feierlich eröffnet. In seiner Heimatstadt erfuhr Hans Beck die entscheidenden Prägungen seiner Kindheit und Jugendzeit, um nach seiner Schulzeit in Zeulenroda die Lehre als Möbeltischler zu absolvieren.
1946 verließ er die Sowjetische Besatzungszone und arbeitete als Möbeltischler in Franken, in der damaligen Amerikanischen Besatzungszone.
Durch sein Engagement und seine bemerkenswerten Erfolge in seinem Hobby - er war 1965 mit seinen Modellflugzeugen Indoor-Weltmeister - wurde er Spielzeugentwickler bei der Firma Geobra, die später mit dem Spielsystem "PLAYMOBIL" Weltruhm erlangen sollte.
Durch die weltweite Erdölkrise und die damit verbundene dramatische Verteuerung des Kunststoffes Anfang der 70iger Jahre, bekam Hans Beck den Auftrag, ein kleines Systemspielzeug zu entwickeln. Hans Beck erschuf die kleinen lächelnden Figürchen, welche seit der ersten öffentlichen Präsentation 1974, die Herzen der Kinder weltweit verzaubern.
Regelmäßig besuchte er trotz der schwierigen Behinderungen an der innerdeutschen Grenze seine Familie in Greiz. Sein VW-Käfer war immer vollgepackt mit seinen neuesten PLAYMOBIL-Entwicklungen für seine Neffen und Nichten. 2009 verstarb er. Geblieben sind die persönlichen PLAYMOBIL-Geschenke an seine Familie in Greiz, Spielzeug als Spuren des gemeinsamen Spielens und die damit verbundenen Erinnerungen an die Besuche in seiner Heimatstadt. Diese Geschenke übergab seine Nichte, Frau Heide Sauerbrey, 2016 den Museen der Schloss- und Residenzstadt Greiz und sind seitdem Bestandteil der musealen Spielzeugsammlung. Anlässlich seines 90. Geburtstages und 10. Todestages wird diese private Sammlung im Museum im Unteren Schloss ausgestellt.

1929 wurde auch das Reußische Heimatmuseum Greiz der Öffentlichkeit übergeben.
Natürlich werden die Dauer- und Sonderausstellungen der heutigen Museen der Schloss- und Residenzstadt Greiz im Oberen Schloss und Unteren Schloss durch die Besucher wahrgenommen und begeistert genutzt - 1930 waren es ca. 4212, 2003 ca. 7300, 2008 ca. 17 900, 2011 ca. 28 700 und heute sind es jährlich ca. 25 000 bis 30 000 Museumsbesucher. Aber einer der wichtigsten Aufgaben ist es, die Sammlungen der Museen weiterzuführen. Heute bestehen die Sammlungen der Museen der Schloss- und Residenzstadt Greiz aus über 68 000 Objekten. Natürlich kann diese Vielzahl an Sammlungsobjekten nicht dauerhaft ausgestellt werden, obwohl die verborgenen musealen Sammlungen den unschätzbaren Wert der meisten Museen als kulturhistorisches Gedächtnis darstellen.
Auch die Greizer Spielzeugsammlung wurde in den vergangenen 9 Jahrzehnten Schenkungen durch Ankäufe systematisch ergänzt und weiterentwickelt. Die Weihnachtsausstellung "SPIELSPASS" präsentiert einzelne Objekte aus 90 Jahren Sammlungstätigkeit und zeigt wie sehr das Spielen die gesellschaftliche und soziale Umgebung der Kinder in der jeweiligen Zeit abbildet. Von Märklin bis PLAYMOBIL eine Zeitreise durch die Welt der Spielzeuge aus den Museumsmagazinen der Stadt Greiz. Kindheitserinnerungen und -erlebnisse werden bei Jung oder Alt wach und können an Spieltischen mit den PLAYMOBIL-FIGUREN von Hans Beck sofort ausgelebt werden. Denn: GEMEINSAMES SPIELEN IST GEMEINSAMES LERNEN!